Lesung Podcast
Buchvorstellungen,  Libro Cover Award

Lesung und Interview *Unter schwarzen Federn*

Lesung aus dem Buch *Unter schwarzen Federn* von Sabrina Schuh

Heute möchte ich euch in meiner Lesung mit auf die Reise nehmen. Es ist eine Märchenadaption vom Hässlichen Entlein. Wer kennt das Märchen von Hans Christian Andersen nicht. Dieses Geschichte jedoch ist anders als andere Märchenadaptionen. Kein Prinz und keine Fantasiewelt, sondern hier hat die Autorin Sabrina Schuh die Realität festgehalten. Etwas düster, aber ich finde, es ist auf jeden Fall lesenswert. Nach dem ersten Kapitel bin ich neugierig wie es weitergeht.  Aber zuerst hat mir auch hier die Autorin meine Fragen beantwortet.

Interview

Wo würdest du gerne einmal eine Lesung machen, wenn du es dir aussuchen dürftest und Geld keine Rolle spielt?

Mir ist es wichtig, dass ich bei Lesungen mein Zielpublikum erreichen kann. Daher bieten sich natürlich Schulen besonders an. Wenn sich aber die Möglichkeit ergäbe, dann würde ich gerne bei einem Format wie The Voice oder DSDS in der Pause vor den Entscheidungen lesen, denn ich glaube, dass vor den Fernsehern sehr viele Teenager, junge Erwachsene und Eltern sitzen, für die Mobbing durchaus aus ein Thema ist und die man so prima erreichen könnte – auch wenn ich diesen Formaten sonst wenig abgewinnen kann.

Wann hast du dein erstes Buch veröffentlicht und welches war das?

Mein erstes Buch ist tatsächlich „Unter schwarzen Federn“ und es erschien am 13. Februar 2018.

Hast du ein Haustier? Wenn ja, dann erzähl uns doch etwas darüber (wenn du magst gerne mit Foto)

Ich habe eine 2-jährige Labradorhündin, Juno, die mich sehr gerne beim Schreiben unterstützt oder – lustigerweise immer, wenn etwas so überhaupt nicht passt – meine Hand sehr energisch von der Tastatur wegschiebt mit der Schnauze (ich schreibe meistens auf dem Sofa mit dem Laptop auf den Knien). Außerdem sorgt sie dafür, dass wir alle an die frische Luft kommen, denn sie geht sehr gerne spazieren und hat neuerdings auch ihre Begeisterung für Dummys entdeckt.

Lesung -Hund Juno von Sabrina Schuh
Foto: Juno von Sabrina Schuh

Hast du noch ein anderes Hobby, außer Lesen/Schreiben? Wobei Schreiben ja in meinen Augen kein Hobby ist.

Ja, tatsächlich. Außer lesen, schreiben und bloggen, koche und backe ich sehr gerne. Auch gerne experimentell. Außerdem sieht man mich oft mit Häkelnadel oder sonstigen Bastel- und Handarbeitssachen hantieren. Naja, und dazu laufen dann meistens Serien, denn da bin ich ein echter Junkie.

Zum Reinhören

Vielen lieben Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast und den Lesern und Hörern einen kleinen Einblick in dein reales Leben gewährt hast.

Libro Cover Award Gewinnerin März 2018

Hier hat das Cover des Buches den Preis abgeräumt und wie ich finde auch verdient. Es ist wirklich ein schönes Cover.  Auch hier habe ich dann meine Fragen gestellt und Sabrina hat sie netterweise alle beantwortet. So könnt ihr euch auf ein kleines Extrainterview freuen. Diese Fragen stelle ich speziell den Gewinnern des Libro Cover Awards.

 

Stelle dich bitte kurz vor.

Hallo erstmal und vielen Dank für diesen wundervollen Award. Das ist wirklich eine große Ehre.
Ich heiße Sabrina, bin 30 Jahre alt und ein Mensch, der schon jetzt mehr Projektideen auf der Warteliste hat als Lebenszeit. Ich schmiede gerne Pläne, lasse mir Kreativprojekte – egal ob zum Schreiben, Handarbeiten, Werken oder als Unternehmensplanung – einfallen und stecke dann mein Umfeld damit an.

Wie würden dich deine Familie und deine Freunde beschreiben?

Also ich würde ja jetzt gerne sagen, dass meine Freunde mich als nett, lieb und geduldig beschreiben würden, aber das stimmt wohl nicht. Workaholic ist sicherlich eines der ersten Wörter, das jedes Mal fallen würde, direkt danach Nachteule. Ich höre von ihnen sehr oft „Arbeite nicht mehr so lange“ oder „Bleib mach nicht mehr so lang“… und meistens warten sie mit diesen Aussagen eh schon bis nach Mitternacht. Meine persönliche Lieblingsaussage kommt da von meinem Mann, der meint, dass ich noch zum Tod sagen würde, dass ich keine Zeit zum Sterben habe, weil ich erst noch was fertig kriegen muss … – so schlimm bin ich gar nicht …
Wenn man sonst etwas hören würde, dann dass ich sehr gut zuhören kann, chaostisch bin, sehr loyal, aber auch der Typ Mensch, mit dem man nicht befreundet sein kann, wenn man nicht mit Freunden umgehen kann, die zwischendurch einfach immer mal wieder phasenweise abtauchen, weil sie ihre Ruhe brauchen.

Hattest du ein Mitspracherecht bei deinem Cover oder war es sogar deine Idee?

Da mein Buch ja als Selfpublishingtitel erschienen ist, hatte ich natürlich nicht nur Mitspracherecht, sondern durfte ganz allein entscheiden, wie ich es haben möchte. Die Ideen kamen teils von mir, teils von meinen Kolleginnen aus der Märchenspinnerei und meine wundervolle Coverdesignerin und ich haben dann so lange zusammen getüftelt, bis es perfekt war.

Wer hat dein Cover gestaltet?

Meine Coverdesignerin ist die wundervolle Marie Graßhoff, die wirklich keine Herausforderung scheut und solange für einen zaubert, bis man absolut glücklich und zufrieden ist.

Was soll das Cover über deine Geschichte aussagen?

Das Cover stellt meine Geschichte auf sehr vielen Ebenen da. Zum Beispiel spielt eine Brücke gleich in der Eröffnungsszene eine ganz wichtige Rolle, denn die Protagonistin Fee steht auf selbiger und versucht sich das Leben zu nehmen. Sie selbst sitzt auf dem Cover allein an einem Gewässer, welches die Farben verstärken die Düsternis und Einsamkeit noch, in der sich die Protagonistin befindet und der sie sich befreien muss. Die Felsen und Steine spiegeln die Hindernisse und Schwierigkeiten wider, die sich überall um Fee herum aufgebaut haben, aber sie symbolisieren auch die Mauern, die Fee um sich gezogen hat. Der Schwan ist ein Hinweis einerseits auf das Originalmärchen „Das hässliche Entlein“, andererseits aber auch ein Symbol für die Verwandlung, die Fee in dieser Geschichte erleben wird.
Ihr seht, ich habe mir eine Menge Gedanken zu dem Cover gemacht, aber jeder Leser wird sicherlich seine ganz eigenen Assoziationen und Interpretationen dazu haben und gerade das finde ich so wundervoll.

Erzähle ein bisschen über dein Buch und seine Entstehung?

Das Buch an sich war als unbestimmter Gedanke schon sehr lange in meinem Kopf. In meinem Umfeld war ich immer wieder mit Mobbing in diversen Ausmaßen und mit verschiedensten Auswirkungen konfrontiert. Ebenso unterschied sich das Vorgehen der Täter von Fall zu Fall, doch etwas hat sich nie geändert: Das Wegsehen der Außenstehenden und das Schweigen zu dem Thema, selbst als ein Mädchen in meiner Heimatstadt sich das Leben genommen hat deswegen.
Ich wollte immer etwas schreiben, das aufrüttelt und einen ungeschminkten Blick auf die Thematik wirft. Es dauerte dann noch ein paar Jahre, bis die Geschichte in meinem Kopf zu einer passenden Idee herangereift ist und endlich geschrieben werden wollte, aber ich habe sie nie komplett aus den Augen verloren.
Und was ist dabei herausgekommen?
Nun, die Geschichte ist eine Märchenadaption zu „Das hässliche Entlein“ von Hans Christian Andersen geworden und handelt von Felicitas (Fee), die von ihren Klassenkameraden gemobbt wird, und zwar so lange, bis sie ihren lange geplanten Suizid endlich in die Tat umsetzen will. Zum Glück kann Markus das im letzten Moment verhindern und sie nach einer sehr lange Nacht voller Gespräche dazu überreden, sich in stationäre, psychiatrische Behandlung zu begeben. Schritt für Schritt begleiten die Leser Fees Weg zurück in ein Leben, in dem sie wieder einen Sinn sieht, verfolgen die Entwicklungen zwischen Fee und Markus, aber erleben auch ihre Rückschläge hautnah mit.
Es ist ein Buch geworden, dass düsterer und romantischer wurde, als geplant, doch es trägt eine ganz wichtige Botschaft in die Welt, die wir alle viel zu häufig vergessen. Darum möchte ich auch gerne mit dieser schließen und bedanke mich schon mal für die schönen Fragen und die Möglichkeit, liebe Sabana. Vielen Dank.

Ich habe zu danke, liebe  Sabrina, dass du dir die Zeit genommen hast, alles so ausführlich zu beantworten.

Was der Autorin noch auf dem Herzen liegt:

Lieber Du,
bitte vergiss nie, dass du ein ganz besonderer Mensch bist. Du bist einzigartig, großartig und wundervoll. Du bist ein Geschenk an die Welt!

 

 

Da kann ich Sabrina nur zustimmen. Jeder Mensch und jedes Lebewesen an sich ist besonders und einzigartig. Irgendwo auf der Welt gibt es jemanden, der dich so liebt wie du bist.

LG Sabana

 

 

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