Lesungen

Ava Reed – Lesung in Worms

Ava Reed hat am 14. April im Thalia – Worms eine Lesung gehalten

 

Das neuste Buch von Ava Reed ist ein ganz besonderes Buch. *Die Stille meiner Worte* ist im Ueberreuter Verlag handelt von meinem jungen Mädchen, dass ihre Zwillingsschwester verliert und aufhört zu sprechen. Auf dem Buchrücken steht:

Ich finde Worte,

ich finde tausende davon und sie sind alle in meinem Kopf.

Sie finden nur den Weg nach draußen nicht.

Das ist also nicht irgendein Buch, sondern für dieses Buch muss man, wie ich finde bereit sein. Es nimmt einen mit und man braucht dutzende von Taschentücher – wurde mir von Leserinnen gesagt. Selbst Männer haben beim Lesen Tränen vergossen.

Ava Reed Lesung
© Cover: Ueberreuter, Impress
© Foto: Sabana
© Design: Sabana

 

Aber nun zur Lesung, denn ich denke  das interessiert euch bestimmt auch.

Ava hat sich sehr viel Zeit genommen und ich habe sie als offene, positive junge Frau kennengelernt. Zuerst hat sie ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert.

Verlag oder Selfpublisher?

SP – Selfpublisher ist ein steiniger Weg. Man braucht Lektorat und Korrektorat und man muss viel Geld vorschießen. Es ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Ava ist mit ihren ersten Büchern blauäugig einfach drauf los, und rät jedem davon ab, ein Buch einfach so ohne groß nachzudenken zu veröffentlichen. Es gehört einfach ein Rundumpaket dazu – auch und erst recht beim SPler.

Bei Verlagen sieht das schon ein bisschen anders aus. Es gibt Agenturen, die sich mit den großen Verlagen auseinandersetzen und das Buch anbieten, aber dazu muss man erst einmal eine Agentur haben. Bei Kleinverlagen kann man auch eigenständig Manuskripte einreichen, allerdings empfiehlt sie uns  eine Agentur, die einem den Großteil des Rundumpaketes abnimmt. Sie liebt es nun einfach schreiben zu können, da die Agentur sich um den Rest kümmert.

Wie ist das, wenn du eine Deadline hast? (Puh, da hab ich ja eine Frage gestellt *smile*)

Sie findet Deadlines, eigentlich gut, aber da sie wie früher in der Schule und auch im Studium alles auf den letzten Drücker gemacht hat, ist das natürlich für sie selbst schrecklich. Alle in ihrem engen Umfeld merken, wenn die Deadline sich dem Ende zuneigt und Ava natürlich noch nicht fertig ist. Total nervös, grummelig und neben sich – so würde ich das mal beschreiben. Sie hat es natürlich mit einem tollen Beispiel beschrieben.

Ava beschreibt sich selbst wie der Typ – eine Minute vor Abgabe fertig. Wir sollen uns kein Beispiel an ihr nehmen, in Bezug auf die Deadline *smile*

Nach der Fragerunde vor der Lesung hat es sich Ava dann auf dem Tisch bequem gemacht und nicht auf dem Stuhl. Die Lesung war wundervoll und Ava hat die perfekten Stellen herausgesucht. Ich habe das Buch ja noch nicht gelesen und daher empfand ich erst ein wenig unbehaben, aber selbst für mich, dich ich am liebsten nichts vorweg wissen möchte, war es sehr angenehm und hat Lust auf das Buch gemacht.

Auch wenn wir vorher sehr viel gelacht haben, so konnte man während der Lesung die Stille direkt greifen. Es war etwas ganz besonderes in diesem Augenblick. Diejenigen, die das Buch kannten, meinten hinterher sie haben in Gedanken weitere Szenen vor Augen gehabt und selbst für mich waren diese Stellen so voller Gefühle, dass es mich melancholisch gemacht hat und ich glaube, dass ich nachdem ich dieses Buch gelesen habe, es erst ein mal sacken lassen muss.

Nachdem die Lesung vorbei war, gab es noch einige Fragen und Ava beantwortete brav alle. Es wurde wieder viel gelacht und wer die Videos von Ava kennt, dem kann ich nur sagen. Genau so ist sie auch im realen Leben.

Ihre Eltern waren zum ersten Mal bei einer Lesung dabei und sie waren natürlich stolz auf ihre Tochter. Ich stimme mit ihrer Mutter überein, dass Ava das toll macht und sie für sich die richtige Entscheidung getroffen hat und ihren Job mit Leidenschaft und Liebe ausübt. Für Ava ist dieser Tag auch voller zwiespältiger Gefühle gewesen, da sie normalerweise das Autorenleben und das Reallife von einander trennt. Sie selbst meinte sie fand es toll und wollte, dass ihre Eltern mitkommen und dann war sie natürlich nervös, dass sie da waren. Aber ich finde, das hat man ihr nicht angemerkt und im Gegenteil. Ich habe eine Tochter gesehen, die stolz war, dass ihre Eltern dabei waren.

Warum gibt es Mo?

Ganz einfach. Ava wollte Hannah eine Stütze mitgeben und was ist dazu besser geeignet als ein Tier. Da bei ihnen zu Hause Katzen eine große Rolle spielten und spielen, lag es natürlich auf der Hand, das Hannah eine Katze bekommen musste.

Wie bist du auf dein Pseudonym gekommen?

Ava hatte den kurzen Vornamen schnell gefunden und dann nach einem Nachnamen gesucht. Bis sie dann auf Reed gestoßen ist, der kurz war und zusammen  ergab es einfach einen schönen Namen.

Wie bist du auf die Idee dieses Buches gekommen?

Zuerst war nur das Mädchen, das nicht spricht da. Dann erst kamen die Fragen – warum spricht sie nicht.  Sie wollte keine Liebesgeschichte und wollte auch nicht, dass die Eltern sterben, weil es das doch ziemlich oft gibt. Und so ist dann nach und nach Hannahs Geschichte entstanden.

Was magst du lieber – Messelesung oder kleine Lesung, wie z.B. im Buchladen?

Ava erzählte, dann wie sie die Lesung in Leipzig auf der Messe empfand. Es waren doch viele laute Akustikgeräusche während der Lesung, die teilweise auch ablenken. Dann gab es noch den Zeitdruck, weil jeder Autor wirklich nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung hat. Es darf auch nicht überzogen werden. Und eben auch die Hektik, die auf der Messe herrscht spürt man. Eine Lesung wie z.B. hier im Thalia in Worms ist natürlich viel Familiärer und es ist angenehm, da man einfach auch noch ein bisschen nebenher erzählen  und auch auf die Leserfragen besser eingehen kann. Sie empfindet solche Lesungen als sehr angenehm, vor allem wenn Ava kein Mikrofon benutzen muss.

Gibt es bald ein neues Buch von dir?

Wann genau es erscheint wusste Ava natürlich nicht, aber es wird ein Jugendbuch geben, dass auch im Ueberreuter Verlag erscheint. Und es gibt noch eine Neuigkeit. Amazon vertont das Buch *Die Stille meiner Wort* die Sprecherin ist die Sychronstimme von Anne Hathaway  – Shandra Schadt. Laut Amazon erscheint das Hörbuch dann voraussichtlich am 19. April 2018.

Dann wurde signiert und es wurden Selfies gemacht. Es war für mich eine sehr schöne und lustige Lesung, die aber auch ruhige und melancholische Momente.

Danke für diesen wundervollen Abend und auch für die ehrliche Beantwortung aller Fragen, liebe Ava.

Natürlich wurden viele Bücher gekauft und #avaistschuld einige von uns haben auch gleich Palace of Glass mitgenommen.

 

 

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