Falkenliebe – Autorin Nicky Barnes

Wie ihr ja schon mitbekommen habt, startet der HawkifyBooks Verlag eine kleine Tour, um seine Bücher vorzustellen. Heute darf ich euch einen kleinen Einblick in ein Romance-Buch geben.

Basterds – Rockstar sucht Nanny von Nicky Barnes

Über die Autorin kann ich euch verraten, dass sie nicht nur sehr sympatisch ist, sondern auch schon andere Bücher  unter dem Pseudonym Ally J. Stone veröffentlicht hat. Dies ist jedoch ihr erste Falke – das erste Verlagsbuch.

Natürlich konnte ich nicht umhin auch ihr ein paar Fragen zu stellen, da dies ihr erstes Buch im Genre Romance ist.

Huhu Nicky, magst du mir ein bisschen darüber erzählen, was dich daran gereizt hat einen Liebesroman zu schreiben?

Witzigerweise war das bisher gar nicht so mein Genre. Die Idee habe ich vor Jahren mal in mein Notizbuch gekritzelt, als sie mir spontan einfiel. Ich hab nie damit gerechnet, dieses Buch wirklich mal zu schreiben, weil ich einen skeptisch-gesunden Abstand zu Romance habe. Das liegt teilweise daran, dass mir recht kitschige Bücher untergekommen sind und kitsch nicht meins ist. Allerdings liebe ich die Bücher von Sophia Kinsella, die sehr niedlich und witzig über ihre Liebesgeschichten schreibt. Und da meine Bücher ohnehin immer mit Sarkasmus getränkt sind, dachte ich mir, ich versuche es mal auf meine Weise. Und das hat super funktioniert, weil die Figuren genau in dieses Schema gepasst haben. Das Buch hat liebevolle und niedliche Stellen, aber auch Witz und eine gewisse Lockerheit.

Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns verraten magst, ohne zu spoilern?

Huhu!

Ich habe mehrere Lieblingsstellen.  Eine ist gleich recht am Anfang, wenn die beiden Kerle auf der Couch sitzen und synchron ihre Tassen anheben, während sie Emma beäugen, die auf dem Tisch steht.
Oder die Szene, als Evelyn in ihrem Kleid die Treppe herunterkommt, sich umdreht und beide Jungs gleichzeitig den Kopf schief legen und sie anstarren. Ich mag generell Aiden und Blaine. wie sie miteinander interagieren etc.

Hat es einen besonderen Grund, warum darin gerade ein Rockstar und eine Nanny die Hauptprotagonisten sind?

Der Grund, warum Rockstar und Nanny:
Ehrlich gesagt weiß ich das nicht mehr so genau. Die Idee ist wie gesagt schon ein paar Jahre alt und ich weiß nicht mehr, was mich dazu veranlasst hat, auf diesen Plot zu kommen. Das sind manchmal nur Gedankengänge, die ich aufschreibe oder Träume. Manchmal schreibe ich auch nur ein einzelnes Wort, einen Geruch oder eine Momentaufnahme in mein Notizbuch. Alles, was in mir den Impuls auslöst, es zu notieren, wird notiert. Als ich dann vor einer Weile das Notizbuch durchgeblättert und darin gestöbert habe, fiel mir dieser Plot wieder in die Hände. Es hat sich richtig angefühlt, es jetzt zu schreiben, also habe ich es getan.

Bist du schon aufgeregt, dein erste Verlagsbuchbaby auf der Messe in den Händen zu halten. Als EBook ist es ja schon erschienen.

Ich freue mich schon sehr darauf! Bisher war ich im Genre Fantasy und Romantasy als Selfpublisherin unterwegs (aus freier Entscheidung und Überzeugung). In einem Verlag zu veröffentlichen hat mich aus Neugier gereizt, ich konnte mich aber nie überwinden, eines meiner Babys wirklich aus der Hand zu geben. Als ich mal wieder aus Neugier rumfragte, wie das in Svenjas Verlag so abläuft, hat sie sich bei mir gemeldet und wir haben uns gegenseitig überzeugt: Ich sie von meinem Buch und sie mich vom Verlag. Ich bin sehr froh, dass ich mich für Hawkify Books entschieden habe.  Und klar, aufgeregt bin ich auch!

Danke, dass du dir so schnell die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Bevor ich es vergesse, Nicky hat ihre Playliste bei Youtube veröffentlicht.  Diese Lieder haben sie begleitet, während sie an ihrem Buch beschrieben hat.  Zur Playliste

Aber nun zum Buch. Zuerst sollt ihr auch erfahren, worum es in dem Buch geht und wie ich persönlich es finde.  Meine Rezension, die ihr in Ruhe durchlesen könnt,  findet ihr hier.

Nicky hat extra für euch zwei besondere Stellen herausgesucht, die ich euch hier zeigen darf.

Szene mit Hannah und Evelyn

„Er bedeutet dir etwas“, unterbrach Hanna sie.
Evelyn stockte und starrte sie an. Dann stieß sie empört die Luft aus und erhob sich von der Couch. „Das ist echt lächerlich, Hanna.“
Hanna lehnte sich zurück. „Wirklich? Es kommt mir nämlich so vor.“
„Na dann irrst du dich eben!“ Evelyn fuhr herum und starrte ihre Freundin wütend nieder. „Er ist kein Jemand für mich, okay? Er ist einfach nur ein großes Kind, das keine Verantwortung übernehmen will! Und er wird so lange nach einer neuen Nanny suchen, bis er eine findet, der es scheißegal ist, dass er sich nicht um Emma kümmert! Weil er Angst davor hat, sich mit ihr auseinander zu setzen!“ Sie war lauter geworden, aber dieser Kerl machte sie einfach nur wütend. Wie konnte er nur so…
„Und warum hast du solche Angst, dich mit ihm auseinanderzusetzen?“
Hannas Frage unterbrach sie in ihren wütenden Gedanken und machte sie stutzig. „Was meinst du damit? Ich hab keine Angst.“
Hanna legte den Kopf schief. „Warum bist du dann hier bei mir und nicht dort?“

Szene mit Blaine und Emma

Nachdenklich ging er zurück zum Wohnzimmer und drückte vorsichtig die Türklinke herunter. Es war alles still. Emma war endlich eingeschlafen. Erleichtert öffnete er die Tür ganz und schlenderte zu dem Laufstall hinüber. Die Kleine lag auf dem Rücken und hatte alle Viere von sich gestreckt. Er betrachtete sie. Sie hatte seine Haarfarbe. Außerdem wusste er, dass ihre kleinen Zehen genauso nach innen gekrümmt waren, wie seine. Das hatte er gesehen, als Evelyn sie gebadet hatte. Das da war wirklich seine Tochter. Etwas, das er gemacht hatte. Mit einer Frau, die er nur einmal im Leben gesehen hatte.
„Ich hab ganz schön Mist gebaut“, murmelte er. Ohne den Blick von Emma abzuwenden, ging er in die Hocke und fing an, das Gitter auf seiner Seite abzuschrauben. Anschließend räumte er das Teilstück aus dem Weg und lies sich ganz zu Boden sinken. „Du hättest es sicher besser gehabt, wenn du in eine andere Familie geboren worden wärst.“
Vorsichtig streckte er eine Hand aus und umfasste ihren kleinen Fuß, der in einem weißen Söckchen steckte. „Oder überhaupt in eine“, seufzte er und rieb sich mit der anderen Hand übers Gesicht. Eine Familie hatte sie hier nicht wirklich. Es gab nur ihn, eine Oma, die ständig auf Reisen war und eine Art Onkel, der eine Freundin in New York hatte und momentan nur zum Arbeiten hier war. Evelyn war bisher die einzige Konstante in ihrem Leben gewesen. Und er hatte sie entlassen. „Du hättest dir wirklich einen schlaueren Daddy aussuchen sollen.“ Er strich mit dem Daumen über ihren Fußrücken. Sie war ein ziemlich kleines Mädchen. Wie groß sollten Babies in ihrem Alter eigentlich sein? War sie überhaupt noch ein Baby oder schon ein kleines Kind?
Ihm fiel auf, dass er nicht einmal genau wusste, wann sie Geburtstag hatte. Mit der freien Hand fuhr er sich wieder durch die Haare. Sein schlechtes Gewissen wuchs mit jeder Sekunde. „Wenn du morgen aufwachst, sollten wir beide uns wieder vertragen. Was meinst du?“ Und dann sollte er wenigstens einige Dinge über sie herausfinden.

Hier kommt ihr zu meiner Rezension

 

 

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