1. Teil Eva Baumann – Interview

Dieses Mal wird das Interview in zwei Abschnitte unterteilt. Eva Baumann ist eine Autorin, die gerade an ihrem neuen Roman schreibt.  Außerdem hat sie schon *Die Unsichtbaren* herausgebracht. Da ich leider aus Zeitmangel noch nicht dazu gekommen bin diese zu lesen, dürft ihr das gerne für mich übernehmen. 😉

Sie hat mir netterweise ihre Fragen alle noch vor ihrer Abreise beantwortet und ich habe ihr dafür versprochen, sie erst zu veröffentlichen, wenn sie wieder festen Boden unter den Füßen hat. Eva fährt nämlich zur See.

Ihr könnt ihre Bücher auf Amazon finden. Auch Eva hat eine FB-Seite, auf der sie euch auf dem laufenden hält.

Hier nun die ersten 10 Fragen und Antworten. Viel Spaß dabei.

1. Frage — Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann hast du angefangen?

Ich bin zur See gefahren und musste einfach alle Eindrücke von der Welt und den ganzen lieben und psychotischen Menschen verarbeiten – auf meine Art … Angefangen habe ich vor etwa 5 Jahren.

2. Frage — Hast du feste Schreibzeiten und wieviel Zeit widmest du dem schreiben?

Ich gäbe was drum! Eine feste Schreibroutine ist das beste Mittel für ein stetig wachsendes Manuskript. Das zweitbeste sind Schreibgruppen, die fast jeden Tag und vor allem am Wochenende dicke Challenges veranstalten, wo man NaNoWriMo-Style einfach mitgerissen wird und nachher stolz seine Wortzahlen ausposaunen darf (oder sich schämen muss – Gruppenzwang hilft!). In der Woche komme ich nur auf ein paar Stunden, am Wochenende hole ich auf, den größten Teil des Manuskriptes schaffe ich dann im NaNoWriMo (internationale Schreibveranstaltung im November mit irrsinnigen Wortzielen und ganz viel Motivation).

3. Frage — Wie laufen deine Recherchen zu deinem jeweiligen Buch ab?

Meistens natürlich über Internet, wo sich sehr gute Recherchegruppen mit Spezialisten für fast alle Fachgebiete entwickelt haben. Außerdem halte ich die Augen auf und schnappe mir die Leute, die mir über den Weg laufen und frage sie direkt, ob ich sie später mit Fragen kontaktieren darf.
Heute allerdings war ich auf einer ganz besonderen Recherchetour: Die Hauptperson meines Romans arbeitet in einem Krematorium und ich durfte einen ganzen Tag mitlaufen und mir alles genauestens erklären lassen! Ich war überrascht, wie hell, freundlich und angenehm es dort war und wie offen mit dem Thema Tod umgegangen wird. Einen herzlichen Dank an die Feuerbestattungen Ronneburg! Anmerkung der Redaktion und auf Wunsch der Autorin: Wer neugierig ist, wo Eva genau war. Hier der FB-Link oder die Webseite.

4. Frage — Hast du einen Job neben dem Schreiben und wenn ja:
Ist es ein Traumberuf oder eher Mittel zum Zweck?

Als Seemann an Land Fuß zu fassen ist nicht leicht. Mein aktueller Job und ich hatten leider nicht zusammengepasst und ich bin erneut auf der Suche. Es sollte schon … „Spaß machen“ wäre zuviel gesagt (wir reden hier von Arbeit 😉 ), aber Erfüllung bringen. Ich möchte nicht mehr das Geld reicher Leute zu noch reicheren Leuten rüberschieben, sondern etwas Sinnvolles machen. Wenn nebenher ein bisschen Zeit zum Schreiben und Segeln übrigbleibt, wär es natürlich der Traumjob.  🙂

5. Frage — Läufst du wie die neue Pokemon Go Fraktion anstatt dem Handy
mit einem Notizblock durch die Straßen? *Mal grad bildlich vorstell*

Auf Recherchetour schon mal, aber normalerweise nicht. Ich hab früher immer gleich alles in der nächstbesten Laptop eingehäckelt, aber jetzt nicht mehr. Stephen King hat mal gesagt, der Kopf sei der beste Filter für schlechte Ideen. Der Mist fällt automatisch durchs Erinnerungsrost. Halbfertige Ideen reifen und melden sich in der Erinnerung wieder, wenn sie fertig sind. Stimmt!

6. Frage — Wie bist du auf das neue Thema deines Buches gekommen?

Ich wollte erst etwas über Naturgeister schreiben, dann aber doch weniger Fantasy und mehr Realität haben. Da ich Charakterschreiber bin und die Handlung sowie Setting nur „Deko“ sind, versuche ich, mich nicht allzusehr von einer Fantasy-Umgebung ablenken zu lassen, sondern die Realität zu betonen. Meine Figuren sind (fast) normale Teenager mit (fast) normalen Problemen.

7. Frage — Würdest du gerne in der Welt leben, die du erschaffen hast, oder nur Urlaub machen?

Da es der Realität doch sehr nahe kommt und immer mit einem hoffnungsvollen Ausblick enden muss – klar!

8. Frage — Warum schreibst du unter deinem richtigen Namen und nicht unter einem Pseudonym?

Da ich keine Erotik o.Ä. schreibe, muss ich mich nicht verstecken. Außerdem steckt viel von meinen eigenen Abenteuern in den Geschichten – meine Identität würde sowieso auffliegen 😉

9. Frage — Wo würdest du gerne einmal eine Lesung machen, wenn du dir es aussuchen dürftest und Geld keine Rolle spielt?

Auf einer eigenen kleinen Segelyacht 🙂

10. Frage — Wie sieht ein typischer Faulenzertag bei dir aus?

Ganz früh raus, und wenn alles noch schläft ein paar Seiten schreiben, mit einem Riesenbecher Kaffee und meiner Kuscheldecke. Nach dem späten Frühstück dann etwa 3 Stunden Siesta. Weiterschreiben (am besten in einer Challenge gegen den Mittagshänger) oder Film gucken/ Buch lesen, noch eine Siesta. Früh ins Bett mit einem guten Buch, früh schlafen. Ich hatte 13 Jahre meines Lebens im Schichtdienst gearbeitet, und Schlaf ist mein persönliches Heiligtum.

 

Das war es auch schon wieder mit den ersten 10 Fragen und Antworten. Die zweite Hälfte des Interviews dürft ihr dann für Mittwoch mit Spannung erwarten.

Auch diesmal dürft ihr wieder Fragen stellen und kommentieren. Traut euch ruhig.

LG Sabana

 

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