3. Teil Marlies Lüer – Interview

Die nächsten 5 Interviewfragen von mir und die 5 Antworten von Marlies habe ich nun freigelassen. die haben aber auch einen Krach gemacht heute Nacht.

 

11. Frage  — Welche Schriftstellerin würdest du gerne persönlich treffen?

Meine lieben Silberfedern! Immer und immer wieder!
Und dann ist da noch eine ganze Reihe von AutorInnen, die ich von Facebook kenne – ich fang jetzt aber nicht an, die aufzuzählen, weil ich die Befürchtung habe, eine zu vergessen.

 

12. Frage  — Jeder kennt das Spiel. Man gibt ein Wort vor und der Gegenüber antwortet spontan.

Hier meine Worte:

Gummibärchen, Teppich, Zahnschmerzen, Wutanfall und  Zauberwald

Gummibärchen / Bunte Märchen

Teppich / Teppichschaum

Zahnschmerzen / Weia! Bloß nicht dran erinnern! Ich hatte mal eine üble Kieferknochengeschichte … habe die Herr der Ringe Trilogie angeschaut, alle drei Filme, zum Ablenken. Furchtbare zwei Tage!

Wutanfall / (selten – äußerst selten)

Zauberwald / Meine zweite Heimat!!! Zumindest im Geiste.

 

13. Frage  — Wie sieht dein Lieblingsrückzugsort zum Schreiben aus? Dürfen wir ihn sehen? Dann mach
bitte ein Foto für uns – ansonsten beschreibe ihn kurz.

Bitte sehr! Ist allerdings ein älteres Foto. Inzwischen hängen tolle Bilder an der Wand. 🙂 Und den Teppich gibt es nicht mehr.

14. Frage  — Welches Buch liest du aktuell oder hast du zuletzt gelesen?

Ein ganz wunderbares Buch! „TAIM – und der Weg des weißen Tigers“ (von Halo Summer) Sehr spannend, sehr philosophisch! Mein persönliches Lese-Highlight dieses Jahres.

15. Frage  — Schreibe bitte aus deinem aktuellen Buch eine deiner Lieblingsstellen heraus und teile sie mit
uns. Begründe warum du ausgerechnet diese Stelle ausgesucht hast.

Ich habe diese Stelle gewählt, weil der Junge Bolda, bucklig und deprimiert, im tiefsten Grund seiner Seele doch noch Träume hat, an einen Schatz im Inneren glaubt, den er nur heben muss. Wie auch immer. Er spürt, dass er ein wertvoller Mensch ist.

Als er seinen Heimweg fortsetzen wollte, fiel ihm eine Staubwolke weiter vorne an der Biegung zum Waldrand auf, wo der Weg zum Kleindorf führte, wo die Köhlerhütte lag.

Ein Fuhrwerk, heute? Der Kesselflicker war erst in zwei Monaten wieder fällig. Allerfrühestens! Kam etwa fahrendes Volk? Das wäre eine willkommene Abwechslung in der Ödnis seiner Tage. Konnte er wirklich so viel Glück haben? Er wollte so gern den einarmigen Jongleur wiedersehen. Seit er diesen Mann lachend und feixend Bälle werfen gesehen hatte, obwohl er ein Krüppel war, war sein Inneres um einen Gedanken bereichert. Nämlich um den, dass jeder, wirklich jeder, etwas aus seinem Schicksal machen konnte. Allerdings musste er in der folgenden Zeit feststellen, dass Jonglieren doch nicht sein Ding war. Die Rüben waren einfach nicht rund genug dafür. Ja, es hatte wohl an den Rüben gelegen, nicht an ihm. Oder doch? Manchmal, wenn ihm die Arbeit zuwider war, als Vater noch lebte, malte er sich aus, wie er mit den Fahrenden durchbrannte, sich von ihnen mitziehen ließ in ein abenteuerliches, freies, wildes Leben. Er stellte sich vor, dass sie in ihm, in Bolda dem Köhlersohn, etwas sahen, was normale Leute nicht sahen: Etwas Besonderes. Ja, wusste man es denn, ob man nicht doch einen Schatz in sich trug? Einer, der nur entdeckt und nach oben gezerrt werden musste, aus den Niederungen des Alltags?

Er hätte es wissen müssen. Glück war nicht für einen wie ihn bestimmt. Sein Körper reagierte in diesem Moment mit Angst, bevor Auge und Verstand erfassten, wer jetzt wirklich auf ihn zukam.

Das war es wieder für heute. Ich freue mich, euch dann am Samstag den Rest des Interviews zu zeigen. Wie immer dürft ihr gerne eure Meinung kundtun.  Da dies ein Interview der besonderen Art ist, wird natürlich auch noch etwas besonderes stattfinden. Daher kommentiert einfach nett diesen Beitrag, wenn ihr mögt und macht euch bereit für… ja für was? Überraschung!!

 

 

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