REZENSION #16 – zu *Die Walfängerin* von Ines Thorn

Wie immer ohne Spoiler kommt hier meine Rezi zu einem wie ich finde sehr schönem historischen Roman von Ines Thorn, den ich auf  Lovelybooks als EBook bei der Verlosung gewonnen habe.

Klappentext

Eine Frau und das wilde Meer

Sylt im 18. Jahrhundert: Die junge Maren lebt als Tochter eines Fischers in Rantum. Ihre Zukunft liegt klar vor ihr: Sie wird Thies Heinen heiraten, mit dem sie aufgewachsen ist. Doch plötzlich hält der mächtigste Mann der Insel um ihre Hand an: Kapitän Rune Boys. Maren wagt das Undenkbare. Sie lehnt ab. Als ihre Familie jedoch nach einem Sturm finanziell ruiniert ist, muss sie ausgerechnet Boys um Hilfe bitten. Er macht ihr einen ungeheuerlichen Vorschlag: Sie soll mit ihm auf Walfang gehen, danach seien alle Schulden beglichen.

 

Autorin

 

Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Zuletzt erschienen ihre Romane »Das Mädchen mit den Teufelsaugen«, »Teufelsmond« und »Wolgatöchter«.

 

Schreibstil

Die Autorin hat einen leichten lockeren Schreibstil, der einen schnell in die Geschichte bringt. Auch wie die sie leichte Spannung aufrecht erhält und die Geschichte ihren Lauf nimmt fesselt durch ihre Schreibweise so sehr, dass ich ungern das Buch zur Seite gelegt habe.

 

Charakter

 

Maren ist eine junge Frau, die nichts schlimmes erlebt hat und die von ihren Eltern vergöttert wurde. Also ein geliebtes Einzelkind, wie es sie heute auch noch gibt. Sehr detailgetreu geschreiben, auch ihre Wandlung, die ihr das Leben brachten. Man kann sich sehr gut durch die Beschreibungen in den Charakter hineinversetzen und sieht sie förmlich vor sich. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Es gibt gute und böse Menschen und auch wie überall Neider und Vorurteile. Jeder Charakter hat spezielle ihm perfekt zugedachte Eigenschaften, die das ganze abrunden.

 

Meine Meinung

 

Ich lese gerne ab und zu einen schönen historischen Roman. Wenn es sich um Liebe handelt ist es natürlich das I-Tüpfelchen. Aber es sollte sich in Grenzen halten. Der Autorin ist dies Perfekt gelungen. Der Roman spielt auf Sylt und hat faktisch gut recherchierte Hintergrundinformationen, die den Roman zu etwas besonderem machen. Dann kommt ja noch die Prise der Liebe, des Neids und Missgunst dazu und auch das reale harte Leben in der damaligen Zeit mit allen Höhen und Tiefen. Diesen Roman , so dachte ich, lese ich einfach mal so zwischendurch, denn meistens sind es ja doch diejenigen Romane, die man auch mal beiseite legen kann. Tja, das habe ich hier nur schwer gekonnt. Von der ersten Seite an war er durch den Schreibstil so fesselnd, dass man einfach weiterlesen musste, um zu sehen, wie es denn nun weitergeht. Von den historisch unsichtbar eingewebten Hintergrundinformationen, die man bekommt, oder das Leben von Maren und den Bewohner von Sylt, ich konnte einfach nicht genug bekommen und war richtig traurig, als ich fertig war mit dem Lesen. Von mir aus hätte noch viel mehr passieren können. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass man noch einen weiteren Teil über Maren, die Walfängerin schreiben kann. Den würde ich liebend gerne lesen.

 

Fazit

Das Buch ist absolut lesenswert und man versinkt in die Zeit, als Sylt noch Sylt war. Ein gelungener Roman. Wenn man den Klappentext liest, dann denkt man gleich an eine reine Liebesgeschichte, so nach dem Motto, Familie braucht Geld und Mädchen opfert sich. Aber weit gefehlt. Es ist ein gut durchdachter Roman, der alles ausschöpft.

Leselampen

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Danksagung

Diesen Roman habe ich bei einer Verlosung auf Lovelybooks erhalten. Danke an den Verlag, die Autorin und Lovelybooks für diese Aktion.

 

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