Lesung von *Ule Hansen in Mannheim*

Am 21.04.2016 war in Mannheim bei Thalia am Paradeplatz eine Lesung des Autorenpaares Ule Hansen.
Und ich war dort.
Es war wunderschön und persönlich. Ein Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde, auch wenn er leider viel zu kurz war.

Ich möchte euch hier einfach teilhaben lassen, was ich so erlebt  und herausgefunden habe. Ich habe einige Fragen als Überschrift, die ich habe nicht Wort für Wort wiedergeben kann, da ich kein Diktiergerät habe mitlaufen lassen. Außerdem fließt auch hin und wieder eine Bemerkung von mir mit ein.

Die Buchhandlung hat uns mit einem kleinen Sekt empfangen und wir konnten uns unsere Plätze aussuchen. Da ich ziemlich früh dort war, saß ich in der ersten Reihe, schließlich wollte ich ja auch Fotos machen, die ich euch natürlich auch zeigen werden.

Wer steckt hinter dem Namen Ule Hansen?

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Das sind Astrid Ule und Erik T. Hansen

Astrid erschien zuerst und schaute sich das Podest an und richtete das Mikrofon. Da die Buchhandlung Tisch und Stuhl gerichtet hatte, kam eine kleine Diskussion auf, da das Autorenpaar gerne im stehen liest. Aber das war schnell geklärt wie ihr anhand dieses Fotos sehen könnt.

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Gelesen wird im Stehen und wenn nicht gelesen wird eben gesessen.

Nachdem alle da waren ging es los und zwar mit einer Runde Whiskey

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Erik Hansen erzählte uns, dass eine Lesung immer etwas persönliches für sie beide sei, sollten wir auch anstoßen.  So mache man das schließlich auch zu Hause in einer netten Runde.
Erst dachte ich noch ups, sollen wir uns jetzt alle Vorstellen? Nein, das brauchten wir dann dann nicht.*smile*

Erst zur Lesung oder erst das Buch selbst lesen?

Wie ich bemerkt habe, sind die Besucher einer solchen Lesung meistens noch unwissend, was das Buch angeht. Entweder haben sich es sich erst gerade gekauft, oder wollen erst einmal bei der Lesung hören, worum es geht. Ich war also wohl  die einzige, die es schon gelesen hatte. Meine Sitznachbarn meinten, es sein etwas besonderes erst einmal etwas aus dem Buch vorgelesen zu bekommen und es dann selbst zu lesen. Das Buch hatten sie schon gekauft, aber noch nicht angefangen. Also ich wäre mir da nicht so sicher, ob mir das gefallen würde.

Es geht los:

 

Was wurde gelesen?

Das erste und zweite Kapitel wurde abwechselnd von beiden gelesen. Nach dem ersten ersten Kapitel wurde natürlich schon ein bischen aus dem Nähkästchen geplaudert und da hat man schon ein bischen von den beiden erfahren. Dann haben wir noch einen Satz aus dem Buch vorgelesen bekommen, bei dem Erik erzählte, dass man daran merke ob jemand aus Berlin kommt oder nicht.

 

Welcher Satz das war, erzähle ich hier natürlich nicht, denn es gibt ja auch noch weitere Lesungen von den beiden Autoren.

Dann las Astrid noch ein paar Seiten aus dem Buch, der sich um Szenen im Bierpinsel dreht.

 

Was ist der Bierpinsel?

Für Nicht-Berliner wurde das dann auch sehr gut erklärt. Kurz und knapp von Erik *Zitatanfang* „Es ist ein Turm, der ausschaut wie eine Artischocke.“ *Zitatende*  Tja Astrid erzählte uns daraufhin, dass man das so  nicht erklären kann und versuchte, eben diese Artischocke zu umschreiben und kam dann am Ende auch darauf , dass es ausschaut wie eine Artischocke. Das zeigte uns einen kleinen Einblick, wie es zuhause zugeht.

 

Wie schreiben die Beiden zusammen ein Buch ?

Aus Erik’s Sicht war  das ganz einfach so. Wir schreiben kein Buch wir streiten. Jeder schreibe seine Gedanken auf und zeigt sie hinterher stolz seinem Partner, der dann, wie wir es ja wohl alle kennen, wenn wir etwas gemacht haben und zeigen und stolz sind,von seinem Partner eine wirkliche Meinung dazu bekommt. Meistens in dem Stil, ne geht ja mal gar nicht. Dann wird gestrichen und umgeschrieben, bis es passt und dabei gibt es Streit. Kein böser Streit, aber jeder will seinen Text verteidigen und am Ende sehen aber beide jeweils ein was am besten für das Buch ist.

Warum ein Thriller?

Es sollte eigentlich gar kein Thriller werden, meinten da beide. Sie haben eine Figur erfunden, eine junge Frau. Von diese jungen Frau sollte das Buch handeln, locker und leicht. Tja aber irgendwie passte alles nicht zusammen und irgendwann kam Emma auf den Plan. Sie hatte dann dieses schicksalsvolle Erlebnis und sie sollte einen Beruf haben, der irgendwie dazu passt, bzw. eine Art Gegensatz sein sollte. Also wurde Emma Fallanalytikerin. Danke für die tolle Idee ihr beiden. Alles andere ergab sich dann aus Emma’s Job.

Was ist schlimmer für eine Frau?

Erik meinte im Laufe der Lesung, sie haben auch verschiedene Sichtweisen, was das diskutieren eben unausweichlich mache, wenn es um das Buch geht. Es ging z.b. um die Vergewaltigung von Emma, die ja schon bei der Lesung bekannt wurde. Er ist der Meinung, für eine Frau sei es das Schlimmste von einem Fremden vergewaltigt zu werden. z.B. im Park bei Joggen etc. Astrid hingegen, ist der Ansicht, wenn es ein guter Bekannter ist, sei es viel Schlimmer, weil da ja auch noch das Vertrauen verraten wurde, die Geborgenheit des Freundes etc.

Erik hat darauf hin vorgeschlagen eine kleine Umfrage zu zu machen und es war einstimmig, dass die Frauen (auch ich) der Meinung seien, wenn es ein Freund/Bekannter war/ist, dann ist es eindeutig schlimmer. Bei den Männern hielt es sich die Waage, die eine Hälfte denkt so wie Erik die andere Hälfte so wie Astrid und wir Frauen.

Was hat es mit dem Panzertape (Klebeband silberfarben und stark) auf sich?

Damit waren ja die Toten umwickelt, was bei dem ersten beiden Kapiteln ja ersichtlich war. Das Panzertape ist echt gut und für vieles zu gebrauchen. Aber warum hatten beide eine Rolle davon auf dem Tisch liegen? Tja das Rätsel wurde gelöst?

Astrid fesselte Erik damit beide Hände.

Konnte sich Erik befreien?

Na neugierig ?

Ein gelungener Abend, den ich in vollen Zügen genossen habe.  Mein Buch hat natürliche eine tolle Widmung von den beiden bekommen und ein Foto  klaro, das war auch noch dabei. Allerdings hätte ich das fast vergessen, weil mein Mann schon vor der Tür wartetet um mich abzuholen. Tja danke Erik, dass du daran noch gedacht hast.

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Eigentlich wollte ich ja noch mit gehen ein Bierchen trinken, aber daraus wurde leider nichts, da mein Schatz am nächsten morgen schon um 4 Uhr in der früh raus musste zum Arbeiten. (Einer muss ja das Geld verdienen für die Bücher, die ich lese *Smile*) Hoffe, dass die beiden und die anderen den Abend noch schön haben ausklingen lassen.