2. Teil Eva Baumann – Autoreninterview

Wie versprochen hier nun der zweite Teil des Interviews mit Eva Baumann.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und kommentieren.

11. Frage — Welche Schriftsteller/in würdest du gerne persönlich treffen?

Michael Ende und Louise Bourbon.

 

12. Frage — Jeder kennt das Spiel. Man gibt ein Wort vor und der Gegenüber antwortet spontan. Hier meine Worte:

Tasse  –  KAFFEE
Foto  –  von einer Tasse Kaffee
Auto  –  Hab jetzt mit 34 mein erstes eigenes!
Hund  –  Bin allergisch
Bauernhof   – Mein Schreibcamp im Herbst
Wasser   – Wichtig zum Kaffee kochen und drauf segeln

 

13. Frage — Wie schaut dein Lieblingsrückzugsort zum Schreiben aus? Dürfen wir ihn sehen, dann mach bitte ein Foto für uns, ansonsten beschreibe ihn kurz.

schreibplatz

 

14. Frage — Welches Buch liest du aktuell oder hast du zuletzt gelesen?

Jenna Strack „Nachtbeben“, Jeannine Remmlinger „Vertrau mir!“, Marlies Lüer „Feuerträne und Drachenperle“

 

15. Frage — Schreibe bitte aus deinem aktuellen Buch, eine deiner Lieblingsstellen heraus und teile sie mit uns und begründe warum, du ausgerechnet diese Stelle ausgesucht hast.

„Wie stumme Statuen stehen wir am Ufer, während das Boot gegen die Wellen ankämpft. Viel zu schnell ist es mit den drei Menschen an Bord über die gischtgetränkte Wasseroberfläche verschwunden. Wir warten auf das Rasseln der Ankerkette, doch es kommt nicht. Ob das Boot nie angekommen ist oder die Geräusche nur im Sturm untergehen, wissen wir nicht. Wir können nur hoffen.“

Endlich eine Seereise! Nein, ernsthaft: Meine Lieblingsstellen enthalten allesamt Spoiler ;). Ich mag diese Szene hier, weil sie den Abschluss des furchtbaren Höhepunktes bildet und alle Hoffnung verloren scheint. Jetzt müssen die Figuren wirklich noch einmal alle Kräfte zusammennehmen, um ihren Freunden und sich selbst zu helfen.

 

16. Frage — Hast du schon ein nächstes Projekt in Planung?

Ja, eine Jugendbuch-Trilogie, Arbeitstitel „Elemente“. Jede Hauptfigur hat eine eigene Geschichte, sie überschneiden sich nur hin und wieder. Es sind leichte Fantasy-Anklänge zu finden: Jeder der Teenager hat ein besonderes Gespür für ein Element. Keine Superkräfte und kein Teenager-rettet-allein-die-Welt, sondern eher persönliche Probleme, die durch die Elemente hervorgerufen werden. Die Kids müssen lernen, sich selbst so zu akzeptieren, wie sie sind.

 

17. Frage — Wie viele Bücher soll deine Reihe erhalten, oder hast du das für dich selbst offen gelassen?

3, die momentanen Titel sind „Waldträume“, „Wasserflüstern“, „Feuerseele“.

 

18. Frage — Dein Lieblingszitat ist…

„Natürlich passiert es in deinem Kopf, aber warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass es nicht real ist?“ – Albus Dumbledore weiß eben einfach, wie wir Autoren uns fühlen.

 

19. Frage — Ich klaue jetzt einfach mal eine Idee von Klara Bellis (Autorin), die ich auch noch interviewen werde, weil ich die Idee so klasse finde und sie perfekt für so ein spezielles Autoreninterview passt, wie ich persönlich finde.
Schreibe bitte spontan eine kleine Geschichte als Abschluss für unsere Leser. Ich gebe dir 6 Wörter vor. Du hast die freie Wahl.
Entweder:
Magie, Kippschalter, Huhn, Schmetterling, Kobold, Herbst

Oder:
Troll, Wintersonnenwende, Spitzhacke, Nacht, Nylonfaden,Rivale

Die Worte sollten schon irgendwie in der Geschichte verankert sein, dabei ist es unwichtig, ob Einzahl oder Mehrzahl.

Nun sind wir alle gespannt auf deine Kurzgeschichte, die ca. eine halbe DIN A 4 Seite lang sein sollte, darf wenn du magst auch länger sein *smile*

Hier ziehe ich meinen Ich-brauche-nicht-alle-Fragen-beantworten-Joker. Als Charakterschreiber und bekennende Quatschtante schaffe ich einfach keine Kurzgeschichte, sorry! Unter 250 Seiten geht einfach mal GAR nix.

 

20. Frage — Dein Lieblingszitat ist…

“And above all, watch with glittering eyes the whole world around you because the greatest secrets are always hidden in the most unlikely places. Those who don’t believe in magic will never find it.” 
― Roald Dahl
Vergesst nicht, wie das mit dem Tagträumen funktionert, lernt Fremdsprachen und lest “Die Unendliche Geschichte”. Bestes Rüstzeug für ein gutes Leben 🙂

 

Auch bei Eva bedanke ich mich, dass sie sich die Zeit genommen hat meine Fragen zu beantworten. Es hat Spaß gemacht deine Antworten zu lesen und dich so ein bisschen näher kennen zu lernen.

1. Teil Eva Baumann – Interview

Dieses Mal wird das Interview in zwei Abschnitte unterteilt. Eva Baumann ist eine Autorin, die gerade an ihrem neuen Roman schreibt.  Außerdem hat sie schon *Die Unsichtbaren* herausgebracht. Da ich leider aus Zeitmangel noch nicht dazu gekommen bin diese zu lesen, dürft ihr das gerne für mich übernehmen. 😉

Sie hat mir netterweise ihre Fragen alle noch vor ihrer Abreise beantwortet und ich habe ihr dafür versprochen, sie erst zu veröffentlichen, wenn sie wieder festen Boden unter den Füßen hat. Eva fährt nämlich zur See.

Ihr könnt ihre Bücher auf Amazon finden. Auch Eva hat eine FB-Seite, auf der sie euch auf dem laufenden hält.

Hier nun die ersten 10 Fragen und Antworten. Viel Spaß dabei.

1. Frage — Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann hast du angefangen?

Ich bin zur See gefahren und musste einfach alle Eindrücke von der Welt und den ganzen lieben und psychotischen Menschen verarbeiten – auf meine Art … Angefangen habe ich vor etwa 5 Jahren.

2. Frage — Hast du feste Schreibzeiten und wieviel Zeit widmest du dem schreiben?

Ich gäbe was drum! Eine feste Schreibroutine ist das beste Mittel für ein stetig wachsendes Manuskript. Das zweitbeste sind Schreibgruppen, die fast jeden Tag und vor allem am Wochenende dicke Challenges veranstalten, wo man NaNoWriMo-Style einfach mitgerissen wird und nachher stolz seine Wortzahlen ausposaunen darf (oder sich schämen muss – Gruppenzwang hilft!). In der Woche komme ich nur auf ein paar Stunden, am Wochenende hole ich auf, den größten Teil des Manuskriptes schaffe ich dann im NaNoWriMo (internationale Schreibveranstaltung im November mit irrsinnigen Wortzielen und ganz viel Motivation).

3. Frage — Wie laufen deine Recherchen zu deinem jeweiligen Buch ab?

Meistens natürlich über Internet, wo sich sehr gute Recherchegruppen mit Spezialisten für fast alle Fachgebiete entwickelt haben. Außerdem halte ich die Augen auf und schnappe mir die Leute, die mir über den Weg laufen und frage sie direkt, ob ich sie später mit Fragen kontaktieren darf.
Heute allerdings war ich auf einer ganz besonderen Recherchetour: Die Hauptperson meines Romans arbeitet in einem Krematorium und ich durfte einen ganzen Tag mitlaufen und mir alles genauestens erklären lassen! Ich war überrascht, wie hell, freundlich und angenehm es dort war und wie offen mit dem Thema Tod umgegangen wird. Einen herzlichen Dank an die Feuerbestattungen Ronneburg! Anmerkung der Redaktion und auf Wunsch der Autorin: Wer neugierig ist, wo Eva genau war. Hier der FB-Link oder die Webseite.

4. Frage — Hast du einen Job neben dem Schreiben und wenn ja:
Ist es ein Traumberuf oder eher Mittel zum Zweck?

Als Seemann an Land Fuß zu fassen ist nicht leicht. Mein aktueller Job und ich hatten leider nicht zusammengepasst und ich bin erneut auf der Suche. Es sollte schon … „Spaß machen“ wäre zuviel gesagt (wir reden hier von Arbeit 😉 ), aber Erfüllung bringen. Ich möchte nicht mehr das Geld reicher Leute zu noch reicheren Leuten rüberschieben, sondern etwas Sinnvolles machen. Wenn nebenher ein bisschen Zeit zum Schreiben und Segeln übrigbleibt, wär es natürlich der Traumjob.  🙂

5. Frage — Läufst du wie die neue Pokemon Go Fraktion anstatt dem Handy
mit einem Notizblock durch die Straßen? *Mal grad bildlich vorstell*

Auf Recherchetour schon mal, aber normalerweise nicht. Ich hab früher immer gleich alles in der nächstbesten Laptop eingehäckelt, aber jetzt nicht mehr. Stephen King hat mal gesagt, der Kopf sei der beste Filter für schlechte Ideen. Der Mist fällt automatisch durchs Erinnerungsrost. Halbfertige Ideen reifen und melden sich in der Erinnerung wieder, wenn sie fertig sind. Stimmt!

6. Frage — Wie bist du auf das neue Thema deines Buches gekommen?

Ich wollte erst etwas über Naturgeister schreiben, dann aber doch weniger Fantasy und mehr Realität haben. Da ich Charakterschreiber bin und die Handlung sowie Setting nur „Deko“ sind, versuche ich, mich nicht allzusehr von einer Fantasy-Umgebung ablenken zu lassen, sondern die Realität zu betonen. Meine Figuren sind (fast) normale Teenager mit (fast) normalen Problemen.

7. Frage — Würdest du gerne in der Welt leben, die du erschaffen hast, oder nur Urlaub machen?

Da es der Realität doch sehr nahe kommt und immer mit einem hoffnungsvollen Ausblick enden muss – klar!

8. Frage — Warum schreibst du unter deinem richtigen Namen und nicht unter einem Pseudonym?

Da ich keine Erotik o.Ä. schreibe, muss ich mich nicht verstecken. Außerdem steckt viel von meinen eigenen Abenteuern in den Geschichten – meine Identität würde sowieso auffliegen 😉

9. Frage — Wo würdest du gerne einmal eine Lesung machen, wenn du dir es aussuchen dürftest und Geld keine Rolle spielt?

Auf einer eigenen kleinen Segelyacht 🙂

10. Frage — Wie sieht ein typischer Faulenzertag bei dir aus?

Ganz früh raus, und wenn alles noch schläft ein paar Seiten schreiben, mit einem Riesenbecher Kaffee und meiner Kuscheldecke. Nach dem späten Frühstück dann etwa 3 Stunden Siesta. Weiterschreiben (am besten in einer Challenge gegen den Mittagshänger) oder Film gucken/ Buch lesen, noch eine Siesta. Früh ins Bett mit einem guten Buch, früh schlafen. Ich hatte 13 Jahre meines Lebens im Schichtdienst gearbeitet, und Schlaf ist mein persönliches Heiligtum.

 

Das war es auch schon wieder mit den ersten 10 Fragen und Antworten. Die zweite Hälfte des Interviews dürft ihr dann für Mittwoch mit Spannung erwarten.

Auch diesmal dürft ihr wieder Fragen stellen und kommentieren. Traut euch ruhig.

LG Sabana